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Die Gruppe der Wolfsmilch (Gattung Euphorbia) spannt sich mit tausenden Arten fast um die ganze Welt. Nur in den sehr kalten Polarzonen gibt es sie nicht. Ihre Vielseitigkeit und Formenvielfalt ist kaum zu überschauen. Afrikanische Vertreter sehen aus wie Kakteen und der beliebte Weihnachtsstern ist ebenfalls eine Wolfsmilch.
Die winterharten, gartentauglichen Arten lassen sich nur schwer in Gruppen einteilen, da die verschiedenen Wuchseigenschaften und Ansprüche oft diese Gruppen überspannen. Dennoch kennen Gärtern die folgenden Typen:
Die Himalaya-Wolfsmilch (Euphorbia griffithii) blüht sogar noch im dunklen Schatten, verträgt aber auch Sonne. Sie ist stark ausläufertreibend und greift um sich.
Unter den wintergrünen Arten gibt es die horstig-buschige Palisaden-Wolfsmilch (Euphorbia characias) und die ausläufertreibende, heimische Mandelblatt-Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides). Interessanterweise kreuzen diese beiden und ergeben die großartige Martins Wolfsmilch (Euphorbia x martinii).
Wenige Wolfsmilcharten mögen feuchten oder nassen Boden und nur 1 Art ist in Kultur. Euphorbia palustris ist dafür eine wunderschöne, reichblühende Staude, die mit vielen Böden gut zurechtkommt.
Wenn man diese Gruppe etwas großzügiger fasst, lässt sich sowohl die größere, horstige Steppen-Wolfsmilch (Euphorbia seguieriana ssp. niciciana) als auch die nicht ausläuferbildende Griechische Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia deflexa) darin unterbringen. Die namengebende, heimische Art stammt von trockenen Wiesen, wo sie mithilfe von Ausläufern lockere Bestände bildet.
Die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) passt so gar nicht vorgefertigte Kategorien, so wenig wie die Dornige Wolfsmilch (Euphorbia spinosa). Beide lieben warme, trockene, sonnige Stellen. Die heimische Gold-Wolfsmilch (Euphorbia polychroma oder E. epitymoides) scheint bei verschiedenen Wolfsmilch Anleihe genommen zu haben. Ein blühendes Exemplar erinnert sogar ein wenig an einen gelb blühenden Weihnachtsstern – mit etwas Fantasie!
