Auf Pflanzkompass versuche ich, das Thema Winterhärte so einfach wie möglich zu halten. Ich unterscheide daher zwischen Pflanzen, die gerne mal im Winter Schaden nehmen und solche, die in Mitteleuropa weitgehend problemlos wachsen. Damit brauchst du dir keine Gedanken machen, in welcher Winterhärtezone (bzw. Makroklima) du dich befindest. Zwar sind die Winterhärtezonen zur allgemeinen Orientierung sehr nützlich, aber im echten Garten wirken sich viele Faktoren auf die Winterhärte einer Pflanze aus. Was du bei der jeweiligen Pflanze beachten solltest, erfährst du passgenau in der Pflanzenbeschreibung.
Hier ein kleiner Überblick über diese Faktoren:
Regionales Klima: windgeschützte Täler, größere Gewässer, oder der Südhang eines Hügels wirken sich positiv aus, denn Wind kühlt stark aus, und ohne größere Gewässer fehlt der Wärmepuffer. Nordhänge sind immer kälter und in Tieflagen kann sich kalte Luft als “Kältesee” sammeln
Klein- oder Mikroklima: An einer Hauswand ist es immer wärmer. Je freier und exponierter ein Platz, umso stärker triff ihn der Frost. Das ist gut daran zu erkennen, wo sich Raureif bildet.
Viele Pflanzen leiden weniger an tiefen Temperaturen als an winterlicher Feuchtigkeit. Durchlässiger Boden führt Wasser ab. Dachüberstände halten Regen ab, usw.
Mit der Höhenlage ändert sich auch das Klima. Ab etwa 400 m Seehöhe fallen die Unterschiede auf: im Tal liegt kein Schnee mehr, aber weiter oben ist es rau und kalt.
Schnee kann gut oder schlecht sein: manche Pflanzen schätzen eine Schneedecke als Isolationsschicht, andere ersticken oder verfaulen darunter.
Spätfröste sind für manche Pflanzen problematisch, da sie das junge Wachstum im Frühjahr beschädigen.
In Töpfen sind Pflanzen generell weniger winterhart.
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