Unter den vielen Palmlilien-Arten gibt es sowohl baumförmige wie auch bodennah wachsende, und außerdem viele Abstufungen dazwischen. Der Wuchs dieser besonders prächtigen Art liegt auch in der goldenen Mitte. Jeder ihrer Blattschöpfe bildet einen kurzen Stamm von etwa 50-80 cm Länge aus. Darauf folgt der dicht belaubte Abschnitt und aus diesem entspringen im Frühsommer die mächtigen Blütenrispen. Die Besonderheit dieser Art liegt darin, dass der Blattschopf nach der Blüte nicht abstirbt, sondern in Verzweigungen weiterwächst. Für die Gartenpraxis bedeutet das einen stabilen Wuchs auf viele Jahre. Wenn ein Trieb tatsächlich einmal erschöpft ist und abstirbt, haben sich längst junge, kräftige aus dem Wurzelstock gebildet und ersetzen ihn im Nu.

Räumen Sie dieser Palmlilie ausreichend Platz ein! 2 m im Durchmesser sollten es sein, auch wenn es in den ersten Jahren übertrieben erscheint. Sie können die noch freie Fläche rund um die Pflanze mit kurzlebigen Stauden oder einjährigen Sommerblumen füllen. Bei genügend Sonne und Wärme entfaltet sich die Bogen-Palmlilie zu einer charaktervollen Erscheinung, die das ganze Jahr, ganz besonders auch im Winter, sie Szene prägt und Struktur in den Garten bringt. Die gigantischen Blüten sind da fast nur eine Draufgabe, jedenfalls ein jährliches Spektakel, das seinesgleichen sucht.

Als Pflanzen vom nördlichen Mexiko und dem Süden der USA vertragen die Palmlilien Hitze und Trockenheit aufs Beste. Der ideale Standort erhält ganztägig Sonne und ist kaum windgeschützt. Ständige Feuchtigkeit wie z.B. durch tägliche Bewässerung und Befeuchtung des Blatts sollte unbedingt vermieden werden. In kühlem Klima muss Winterschutz gegeben werden und die Pflanzen könnten aus Mangel an Wärme und Vegetationszeit nicht zur Blüte kommen. Im Weinbauklima wachsen sie allerdings ohne jegliche Pflege und Aufmerksamkeit.